Das Universal-Prinzip

Sommerzeit teuer und ungesund

Alexandra Lène und Rolf Böttner

Wegen der Ölkrise von 1973 wurde vor 27 Jahren die Sommerzeit eingeführt. Untersuchungen ergaben nun, dass dadurch nicht nur mehr Energie verbraucht wird, sondern auch gesundheitliche Schäden entstehen können. Denn, unser Organismus stellt sich entgegen früheren Annahmen nicht um, weil der Taktgeber für unsere innere Uhr nicht die Uhrzeit sondern der Sonnenstand ist. Mit Hilfe des "Universal-Prinzips" wird auf Basis der Chinesischen Organuhr der Anregungs-Mechanismus biophysikalischer Vorgänge dargestellt. Fazit: Die Sommerzeit kann auch seelisch-geistige Befindlichkeiten beeinflussen.

Keine Energieeinsparung

"Durch das Vor- und Zurückstellen der Uhren wird keine Energie eingespart", gibt Umweltbundesamt-Präsident Andreas Troge in der "Frankfurter Rundschau" zu. Offenbar wird der Einspareffekt der verringerten Lampen-Benutzung durch das verstärkte Heizen in den frühjährlichen Morgenstunden aufgewogen. Von den bürokratischen und technischen Kosten der Uhrumstellung mal ganz abgesehen.

Gesundheitsschädlich

Till Roenneberg und Thomas Kantermann, Chronobiologen an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität erarbeiteten mit zwei niederländischen Kollegen die bisher größte Studie zu diesem Thema. Sie hatten Schlafmuster von 55.000 Menschen in ganz Mitteleuropa untersucht. Ergebnis: Die Sommerzeitumstellung bringt die innere Uhr des Menschen durcheinander, denn Taktgeber des Organismus ist nicht die Uhrzeit, sondern Sonnenauf- und -untergang. "Thomas Kantermann, einer der Autoren der Studie, sagte zu SPIEGEL ONLINE: ‚Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Sommerzeitumstellung diese natürliche Anpassung der inneren Uhr verhindert. Die biologische Uhr der Versuchsteilnehmer blieb also unbeeinflusst von der Zeitumstellung. Ihre gesellschaftlichen Verpflichtungen mussten sie jedoch an der um eine Stunde vorgehenden Sommerzeit ausrichten.'"

Die Sommerzeit ist demnach nach Ansicht der Forscher nicht nur nutzlos, sie vermuten, dass diese auf lange Sicht gesundheitsschädlich sein könnte.

Till Rönneberg stellte aufgrund einer weiteren Studie von 21.000 Deutschen fest, dass die biologischen Uhren vor allem in ländlichen Gebieten und Kleinstädten synchron mit dem Sonnenzyklus verlaufen, nicht mit der offiziellen Uhrzeit. "In Großstädten nehme der Einfluss der Tageslänge dagegen ab, berichten Rönneberg und seine Kollege aus Indien und den Niederlanden in der Fachzeitschrift "Current Biology" (Bd. 17, S. R44). Für ihre Untersuchung nutzten die Wissenschaftler aus, dass zwischen der offiziellen Uhrzeit und der - wie sie es nennen - lokalen Sonnenzeit zum Teil deutliche Diskrepanzen bestehen.

So liegt etwa in Paris die offizielle Mitternacht eine Stunde vor der eigentlichen Mitte der Nacht, also dem Zeitpunkt, an dem die Hälfte der dunklen Periode verstrichen ist. Im spanischen Santiago de Compostela beträgt die Differenz sogar eineinhalb Stunden. Da sich die natürlichen Sonnenaufgangszeiten änderten, sagt Kantermann, werfe diese Umstellung im Frühjahr die Menschen um vier Wochen in ihrer Anpassung zurück. "Es ist, als ob man wieder im Februar ist", sagt Kantermann. Im Herbst, wo die Sonnenaufgangszeiten sich nicht so schnell ändern, sind es übersetzt dann noch mal sechs Wochen, um die die Menschen in ihrer Anpassung zeitlich zurückspringen.

Man kann die veränderten Sonnenaufgangszeiten auch örtlich in Breitengrade übersetzen: Der Stundensprung im Frühjahr und Herbst wäre dann laut Kantermann so, als ob man alle Deutschen im Frühjahr nach Marokko und im Herbst wieder zurück transportieren würde. Jeder zweite Deutsche lebt in einer Art Dauer-Jetlag, hatte Rönneberg Anfang vergangenen Jahres in der Fachzeitschrift "Chronobiology International" geschrieben.

Langschläfer leiden demnach wegen des frühen Schul- und Arbeitsbeginns unter einem permanenten Schlafdefizit - und greifen häufiger zu Alkohol und Zigaretten."

Die Chinesische Organuhr

Unser Organismus wird hauptsächlich von der Sonne angeregt und gesteuert. Es hat sich ein Biorhythmus entwickelt, der Organismus ist auf den 24-Stunden-Rhythmus von Tag und Nacht eingestellt. Diesen Zyklus zeigt die chinesische Organuhr (Bild 1): Jedes Organ hat eine aktive Phase von zwei Stunden, und genau 12 Stunden später (gegenüberliegend) eine Ruhephase.

Die Chinesische Organuhr

Hormondrüsen haben jeweils eine ganz bestimmte Eigenfrequenz, die genau der Gestirnfrequenz einer zweistündigen Phase des 24-stündigen Tag- und Nachtzyklusses entspricht. So wird aller zwei Stunden eine andere Hormondrüse anregt. Deren Hormon wird mit dem Blutkreislauf im Organismus verteilt.

Morgens, wenn der erste Silberstreif am Horizont erscheint, wird die Schilddrüse angeregt und produziert das Hormon Thyroxin. Dieses wiederum aktiviert die Lunge - wir atmen schneller, der Kreislauf wird aktiviert und wir erwachen. Zwei Stunden später werden die Nebennieren angeregt und produzieren Adrenalin.

Dieses setzt die Peristaltik des Dickdarmes in Gang und - wir spüren den Drang zur Toilette. Die Sonne steigt höher und durch die geringere Reflexion verändern sich die Wellenlängen der Sonnenstrahlen. Infolge dessen wird die nächste Hormondrüse angeregt, die das nächste Organ auf die entsprechende Wellenlänge der Sonnenstrahlung einstellt. Abends, wenn die Sonnenanregung abklingt, produziert die Epiphyse (Zirbeldrüse) das Hormon Melatonin. Dieses aktiviert den Parasympatikus. Unsere Körperrhythmen verlangsamen sich, der Körper kommt zur Ruhe, - und wir schlafen ein.

Der Mensch ist ein perfektes Solarkraftwerk

Geraten die Zyklen durcheinander, kann dies Hormonausschüttung und seelische Stimmungslage beeinflussen. Die Organe zeigen ihre seelisch-geistigen Entsprechungen in den Oktavbereichen ihrer Ausgleichsfelder: Empfindungen, Gefühlen, Gedanken und den höheren Bewusstseinsstufen. In Bild 2 sind polare Eigenschaften einiger Organ-Oktavbereiche dargestellt. Dazwischen liegt natürlich ein ganzes Spektrum und in der Mitte jeweils der Gleichgewichtzustand.

Organ Polarität
negativ positiv
Lunge Gram Würde
Herz Ungeduld, Grausamkeit Respekt, Freude
Leber Wut Freundlichkeit
Magen Sorge Aufrichtigkeit, Ausgeglichenheit
Nieren Furcht Sanftmut

Polare Eigenschaften der Organe und deren Ausgleichsfelder

Im Technikzeitalter haben wir uns von den natürlichen Zyklen entfernt, verlängern den Tag mit künstlichem Licht. Dennoch ist es sinnvoll, den Lebensablauf nach der Sonne auszurichten, denn nur dadurch funktioniert unser Organismus effizient. Ignorieren wir dies, gerät der Stoffwechsel durcheinander, die Organe unter Stress. Wir behindern damit unsere Entwicklung selbst.

Quelle: www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,513338,00.html. 25.Oktober 2007, 11:34 Uhr, INNERE UHR, Sommerzeit kollidiert mit natürlicher Zeitumstellung. Und http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,461424,00.html. 22. Januar 2007, 18:10 Uhr, INNERE UHR, Ostdeutsche wachen früher auf.



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