Das Universal-Prinzip

Werden wir im Alter wieder dumm?

Alexandra Lène und Rolf Böttner

Bei oberflächlicher Betrachtung könnte man meinen, wir kämen dumm auf die Welt und würden im Alter wieder dumm. Anders im alten China, bei den Indianern oder bei unseren Vorfahren. Da war der Rat der Alten gefragt, die im Laufe ihres Lebens wertvolle Erfahrungen sammelten.

Spiegel online vom 16. Oktober 2007 berichtet in "Der Kampf gegen das Altern im Kopf": "Nicht alle Menschen altern gleich. Manche sind geistig beweglicher als andere, leben sogar mit Alzheimer- Hirnschäden ein normales Leben. Wissenschaftler suchen fieberhaft nach den Gründen für das Altern des Gehirns - denn die Zahl der Demenzerkrankungen steigt stetig." [Spiegel 00]

Was unterscheidet Junge und Alte?
Von Geburt an werden bei jeder Lernphase neue Verbindungen zwischen Nervenzellen entwickelt. Oft benötigte Neuronen wachsen, entwickeln mehr Dendriten und vernetzen sich mit anderen. Durch Üben verstärken sich diese Verbindungen.

Lernen erfolgt willkürlich und verbraucht wesentlich mehr Kraft als routinierte automatisierte Handlungen, weil neue Wege durch die Masse der Neuronen gebahnt werden müssen.

Nach dem Universal-Prinzip entwickeln sich um die anfangs dichte Neuronenmasse durch Anregung (üben) hochkomplexe Ausgleichs- felder*.

Spannend: Kleinere Medienteilchen* bilden größere Ausgleichsfelder und diese entsprechen Antennen, welche Kommunikation mit niedrigeren (Detail) und höheren Ebenen (Überblick) ermöglichen.

Doch es steckt mehr dahinter. Eine Optimierung, die vor allem während des Schlafs stattfindet, baut Verbindungen und Neurone, die nicht mehr benötigt werden, ab. Im Alter werden unzählige Erfahrungen aus verschiedensten Bereichen zu wenigen und einfachen Grundsätzen verknüpft.

Ein höherer Überblick und eine erhebliche Energieeinsparung werden erreicht. Analoges Denken, die Fähigkeit, von erlebten Erfahrungen auf andere Zusammenhänge zu schließen, nimmt im Alter zu.

Die Erfahrungen und deren Vernetzungen sind es, die den Unterschied zwischen Jungen und Alten ausmachen - Körperkraft verlagert sich zu seelisch-geistigen Fähigkeiten.

Zusammengefasst: Junge Menschen haben anfangs kleine, wenig vernetzte Neuronen mit Kurzzeitgedächtnis, jedoch nur beschränkter Konzentrationsfähigkeit. Durch einen enormen Entdeckungsdrang wird zuerst nachgeahmt, dann werden Fragen gestellt, neue Grenzen getestet.

Das junge Gehirn und dessen Ausgleichsfeld entwickeln sich induktiv vom Kleinen zum Großen.

Das Gehirn alter erfahrener Menschen verfügt über große mannigfach vernetzte Neuronen. Es besteht ein Lang- und ein Kurzzeitgedächtnis. Während des Alterungsprozesses schwinden Verbindungen zwischen den Neuronen, das Kurzzeitgedächtnis verblasst. Die Intelligenz der hohen Energieniveaus großer Ausgleichsfelder bleibt jedoch erhalten.

Alte besitzen aufgrund ihrer Erfahrungen einen großen Überblick. Ihre Denkweise wandelt sich mehr und mehr vom digitalen Analysieren zum analogen Verstehen durch Synthese. Sie können von großen Zusammenhängen auf den Einzelfall schlussfolgern, besonnene und klare Entscheidungen fällen, haben die Fähigkeit Rat auch in unbekannten Bereichen zu finden. Es entsteht eine Kreativität, die es Alten ermöglicht, neue Lösungswege zu finden, wenn vorhandene nicht mehr funktionieren.

Was ist eigentlich Alterung?
"Alterungsprozesse sind normal - man kann sie nicht verhindern. (...)" Denise Parker, Direktorin des University of Illinois' Center for Healthy Minds ist überzeugt: "Wir müssen verstehen, wie wir den normalen geistigen Alterungsprozess aufschieben können - so wie wir in die Bekämpfung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen und Krebs investiert haben." [Spiegel 00]

Aufschieben normaler geistiger Alterungsprozess ist nach unserer Ansicht der falsche Ansatz. Vielmehr sollte eine krankhafte Alterung vermieden werden. Diese entsteht durch Blockaden, die den natürlichen Stoff- und Informationsfluss im Körper behindern. Alterung bedeutet offiziell allmählicher Rückgang von Funktionalität infolge des Absterbens einzelner Gewebezellen im Organismus (biologische Altersschwäche) und in der Technik Abnutzung, Materialermüdung, Materieumwandlung (Korrosion, Erosion). Bei altersbedingten Krankheiten wie Alzheimer werden Nervenzellen zerstört. Dies geschieht beim gesunden Älterwerden nicht.

Was altert also?
Im Sinne des Universal-Prinzips wird Materie, die dichter als ihr Umfeld ist, durch Anregung zersetzt. Dichte Materie altert rascher als weniger dichte, dichtes Uran zerfällt rasch, während Wasser im Bereich Erdoberfläche stabil ist.

Ähnlich zerfällt mit zunehmenden Alter zuerst dichte durch Blockaden oder Krankheiten wenig angeregte Materie. In jeder Lebensphase kann beobachtet werden, dass nicht beanspruchte Körperteile wie dichte Muskeln sich bei Bettlägerigkeit rasch zurückbilden.

Geist überlebt Materie
Lebewesen halten den Alterungs-Prozess auf, indem sie die Zersetzung von Materie durch Aufnahme von Nahrung kompensieren. Ein Teil der Stoffwechselendprodukte dient als Ersatz für abgestorbene Körperzellen und zur Gewinnung von zusätzlicher Kraft. Im Verlauf des Alterungs-Prozesses verlangsamen sich die körperlichen Stoffwechsel-Kreisläufe und damit die Anregung. Die Folge: Körpermaterie schrumpft durch Gravitation.

Was aber offiziell übersehen wird: Gravitation wird bei Lebewesen von Levitation* begleitet. Leben bedeutet ein Gleichgewicht zwischen Gravitation (Aufbau dichter Materie) und Levitation (Aufrechterhaltung des Raumes zwischen den Zellen).

Die Stoffwechselendprodukte bestehen aus dichter Materie, die abgebaute Körpermaterie ersetzt oder ausgeschieden wird und feiner Materie, die in das Ausgleichsfeld abgegeben wird (u. a. Duftstoffe sowie Wärme).

Auf diese Weise gehen Erfahrungen der dichten Körper-Materie in Wissen der weniger dichte Ausgleichsfeld-Materie über. Ausgleichsfelder sind weniger dicht als das Umfeld, insofern überwiegt Levitation die Gravitation.

Der Körper altert somit schneller als das Ausgleichsfeld mit seinen seelisch-geistigen Strukturen. Für den Verlust an Leistungsfähigkeit sind allein die alternden Teile des Organismus verantwortlich. Die Verbindungen zwischen Körper und Geist werden schwächer, weil der Körper altert und nicht, weil der Geist schwach wird.

Mit der Entwicklung von Ausgleichsfeldern sichert die Evolution das Überleben individueller Erfahrungen.

Diese Erkenntnis bietet ein Erklärungsmodell für Nahtod- Erfahrungen und für den Bereich religiöser und philosophischer Seelenwanderungs- und Reinkarnations-Theorien.

Gibt es einen Unterschied zwischen Alterung und Reifung?
Alterung bezeichnen wir bei Früchten als Reifung. Während Altern üblicherweise mit dem Verlust an Leistungsfähigkeit verbunden wird, gilt Reifung als erstrebenswert. Unreife Früchte schmecken nicht, besitzen auch keine der für uns lebenswichtigen Vitamine.

Diese werden erst in der letzten Phase der Reifung entwickelt. Wird ein reifer Apfel verzehrt, stirbt er nicht wirklich. Er wird im Tier oder Menschen verstoffwechselt, lebt also in einem anderen Individuum fort. Auf diese Weise sind die verschiedenen Lebewesen der Lebensgemeinschaft Erde Teil einer großen Nahrungskette, die vom einfachen Mineral bis zu komplexen seelisch-geistigen Ausgleichsfeldern reicht.

Der Begriff Alterung trifft eher für den unbelebten Bereich zu. Verschleiß und Materialermüdung führen zum Verlust der Funktionalität einer Maschine. Wird das Material recycelt, lebt es allerdings ebenfalls in anderer Form fort. Veraltetes Faktenwissen ist allerdings zumeist unnütz. Der Begriff "Alterung" sollte überdacht und könnte bei belebten Systemen durch "Reifen" ersetzt werden.

Wie kann man gesund altern bzw. reifen?
"Alzheimer lässt Neuronen sterben. (...) Und anders als die normale Alterung, greift Alzheimer zuerst am Hippocampus an, einem Hirnzentrum, das für das Gedächtnis eine maßgebliche Rolle spielt. Doch nicht alle Hirne sind der Krankheit gleich ausgeliefert: Manche scheinen eine Art kognitiver Reserve zu besitzen. Sie widerstehen lange Zeit dem Alzheimer-Zellenabbau im Gehirn, ohne Symptome zu zeigen.

Autopsien ergaben, dass die Hirne von 20 bis 40 Prozent älterer Menschen schon durchlöchert waren mit den typischen Alzheimer- Plaques, Ablagerungen, die die Zellen absterben lassen. Doch Alzheimer-Symptome zeigten sie nicht. Die Forscher vermuten, dass die Gehirne der Betroffenen einen so starken Vernetzungsgrad besaßen, dass der Tod einiger Nervenzellen von den Netzwerken anderer aufgefangen wurde. Das Gehirn ist plastisch, auch noch im hohen Alter. Es passt sich an, wenn alte Nervenbahnen ihre Funktion einstellen, und sucht sich alternative Routen. Hirnscans zeigen, dass beim Lösen der gleichen Aufgabe junge Menschen andere neurale Netzwerke verwenden als ältere." [Spiegel 00]

Das Leben bietet mannigfaltige Anregungen. Wie viele und in welcher Tiefe der Einzelnen davon wahrnehmen kann, hängt von der Größe des Ausgleichsfeldes ab, welches er entwickelte. Um die einmal erreichte Größe zu erhalten, bedarf es ständiger Anregung - sonst schrumpfen Neuronen und Strukturen infolge Gravitation. Allerdings erfolgt das wegen ihrer geringeren Dichte nicht so rasch wie bei ungenutzten Muskeln.

Bewegt man sich in "eingefahrenen Gleisen", entsteht Langeweile. Gewohnheiten durchbrechen, neue Wege gehen führt zu neuen Eindrücken und neuer Motivation. Aktivität ist mit Bewegung verbunden, wodurch Levitation als Gegenkraft zur Gravitation entsteht. Das führt zu Durchblutung, Belebung, Entfaltung und Wachstum neuer Bereiche sowie zu Lebensfreude.

Das moderne Leben bietet eine Unmenge von Automatismen. Das bequeme Auto, Navigationsgerät, Rolltreppen und Aufzüge, SMS, Fernseher, Computer erleichtern zwar das Leben, fördern aber gleichzeitig unsere körperliche, seelischer und geistiger Trägheit. Das soll nicht heißen, auf Technik zu verzichten, diese aber ausgewogen zu nutzen.

Gesund ist allein ein aktives Erarbeiten - das Erleben eigener Produktivität. Es bringt durch die Meisterung von Herausforderungen körperliche, geistige und soziale Aktivität. Ein hohes Ausbildungsniveau scheint ebenso günstig wie lebenslange geistig anspruchsvolle Tätigkeiten.

Man muss aber beileibe kein Professor sein, um intensive Vernetzungen zu entwickeln. Jeder Beruf, jedes Hobby kann oberflächlich betrieben werden oder in die Tiefe gehen, z.B. immer denselben Wein trinken oder zwischen Sorten, deren Bekömmlichkeit, Geschmack, Geruch, Wirkung zu differenzieren, sich für den Anbau, die Gegend die Pflege der Weinstöcke, mit Literatur, Bildern und Musik über Wein und der historischen Entwicklung oder der Zusammensetzung und den Inhaltsstoffen zu beschäftigen.

Die Tipps zur Erhaltung von körperlicher und geistiger Beweglichkeit im Alter für Gesunde ähneln den Ratschlägen zur Vorbeugung von Alzheimer: Ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung mit einem hohen Anteil sekundärer Pflanzenstoffe sowie ungesättigten Fettsäuren und der Verzicht auf Nikotin.

Es ist nie zu spät, damit zu beginnen. Bewegung bringt Sauerstoff in Körperstrukturen. Damit wird der Gravitation entgegengewirkt. "Eine Studie ergab, dass sich das Gedächtnis 72-Jähriger verbesserte, die ein Laufprogramm begannen. Dreimal die Woche Laufen ergab bereits eine Annäherung ihrer Hirnaktivitätsmuster an jüngere Leute." [Spiegel 00]

Alte Menschen, insbesondere solche mit körperlichen Einschränkungen, können durch Meditation die Kunst des Auskostens der noch gegebenen Möglichkeiten erlernen.

Unser Fazit: Der Mensch wird im Alter nicht dumm, sein Körper verliert lediglich den Kontakt zu seiner Intelligenz - diese überlebt den Körper. Durch eine übergeordnete Betrachtungsweise der gesammelten Erfahrungen verbunden mit einer gesunden Lebensführung kann ein harmonischer Reifeprozess stattfinden, der den alternden Menschen auf eine innere Reise voller Überraschungen führt.

*Ausgleichsfeld: Raum zwischen Körper und Umfeld, in welchem sich die Wechselwirkungen zwischen Körper und Umfeld abspielen. Ausgleichsfelder gleichen unterschiedliche Potenziale (wie Temperatur, Masse, aber auch Realität und Wunsch) einander an. Beispiele für Ausgleichsfelder: die Erdatmosphäre, der Duft einer Rose, Fruchtfleisch eines Apfels.
*Medienteilchen: Teilchen aus denen ein Ausgleichsfeld besteht (Luft bei Erdatmosphäre).
*Gravitation: Schwerkraft
*Levitation: Aufhebung von Schwerkraft

Quelle [Spiegel 00]: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,511771,00.html


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